01.08.2009
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Gefahrgut - Unfall auf BAB 4 mit radioaktiven Stoffen
Feuerwehr meistert gefährlichen Einsatz
Unfall mit Gefahrguttransporter auf der Autobahn - Fahrer schwer verletzt - Keine Radioaktivität ausgetreten
Von Holger Frenzel
Glauchau. Die Feuerwehr hat in der Nacht zum Samstag einen schwierigen Einsatz auf der Autobahn meistern müssen. Der 40-jährige Fahrer eines Kleintransporters war gegen 4.26 Uhr kurz vor der Abfahrt Glauchau-Ost auf einen Sattelzug aufgefahren und in seinem Fahrzeug eingeklemmt.
Beim Blick auf die Warntafeln am Kleintransporter schrillten beim stellvertretenden Wehrleiter Mike Wunderlich die Alarmglocken. Die Symbole zeigten: An Bord befindet sich Gefahrgut, radioaktives Material. Die Glauchauer Feuerwehr hat für derartige Einsätze aber nicht die entsprechende Ausrüstung. "Deshalb mussten wir zur Verstärkung die Berufsfeuerwehr aus Zwickau und den Gefahrgutwagen aus Waldenburg anfordern", berichtet Mike Wunderlich. Der ebenfalls alarmierte Notarzt habe zunächst eingeschätzt, dass der verletzte Fahrer in einem stabilen Zustand sei und noch im Wagen bleiben könne. "Die Einsatzkräfte sollten schließlich nicht unnötig in Gefahr gebracht werden", so Wunderlich. Etwa eine Viertelstunde später kam es aber anders. Die Mediziner sahen, dass sich der Gesundheitszustand des Unfall-Opfers immer mehr verschlechterte und forderten schließlich die Bergung. Vier Feuerwehrleute, die nicht über die nötigen Sicherheitsanzüge verfügten, holten den Mann mit hydraulischer Rettungstechnik aus dem Fahrzeug. Der 40-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.
Die Berufsfeuerwehr aus Zwickau nahm anschließend die Untersuchungen der Materialien an der Unfallstelle auf. Bei einem Blick auf die Ergebnisse atmeten auch die eingesetzten Feuerwehrleute auf. "Durch den Unfall ist keine radioaktive Strahlung ausgetreten", teilt Wunderlich mit. An Bord des Transporters befanden sich Medikamente für ein Krankenhaus in Cottbus. Die Ursachen für den Unfall sind noch unklar. Auf der Autobahn stand an der Unglücksstelle in Fahrtrichtung Dresden fasst drei Stunden lang nur eine Spur zur Verfügung. Zum Stau ist es allerdings nicht gekommen. Insgesamt 43 Feuerwehrleute aus Glauchau, Zwickau und Waldenburg waren im Einsatz. Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz ist bei diesem Unfall ein Sachschaden in Höhe von 43.000 Euro eingetreten.
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